Reisebericht: Besuch beim AO Scala in Rotterdam  

Zwischenstopp auf der Hinreise Unser in diesem Jahr besonders reiselustiger Verein hat sich vom 13.-15.11.04 nach Rotterdam zum Besuch der „Rotterdamse Accordeonvereiniging SCALA“ aufgemacht.
Diesmal war es das 1. Orchester, das sich am Samstag früh um 8.00 Uhr in der Hagenbeckstraße eingefunden hatte, um sich mit seinem quasi schon „Stammbusfahrer“ Udo auf den Weg zu machen. Dessen immer wieder faszinierende Fahrkünste sollten auch an diesem Wochenende wieder umfassend zum Einsatz kommen… Aber der Reihe nach:

Am Nachmittag erreichten wir Rotterdam und unser dortiges Hotel. In den doch sehr übersichtlichen Zimmern hielt es uns nicht lange. In der Nähe wartete ein Einkaufszentrum auf Erstürmung. Wir trotzten dem Regen und erreichten das Shoppingparadies pünktlich zum Ladenschluss um 17.00 Uhr. Die Geldbeutel hat es immerhin gefreut…

Kurz darauf erwartete uns eine Abordnung unserer Gastgeber zu einem besonderen kulinarischen Erlebnis. Hierzu fuhren wir zum Feijenoord-Stadion; der Bus konnte sich auf einem zu diesem Zeitpunkt noch großzügig bemessenen Parkplatz gegenüber, von den Strapazen des Tages erholen. Die Insassen trotzten den hartnäckigen Regenschauern und erstürmten „Mr. Wok“ - eine hervorragende Restaurantidee direkt an der Maas: Selbstbedienung am reichhaltigen Buffet, auf Wunsch frische Zubereitung im Wok und alles irre lecker !
Nach einem Feldversuch im „Mit-Stäbchen-Essen“ und Massenmotivation durch Glückskekse sollte dann die Rückfahrt zum Hotel starten. Sollte... denn der Bus war inzwischen eng umrahmt von wild parkenden Autos. Man ahnt es schon:

Auftritt Udo - ihm zur Seite "Extremsportler des AO Hbg.-Eimsbüttel"
Titel: „Wir machen den Weg frei“
Genre: action ...
"professionelles Autoschütteln" und unglaubliche Rangierkunst versetzten die restlichen Insassen in kollektive Verzückung, und die im Weg stehenden Fahrzeuge auf neue Parkplätze.
Darauf gab es im Hotel erst einmal einen Drink!

Am Hafen Am Sonntag hatten wir dann einen knappen Vormittag Zeit, Rotterdam etwas näher kennen zu lernen. Schon auf der Fahrt ins Zentrum versetzte uns ein faszinierender Architektur-Mix in Erstaunen. Ähnlich dem neuen und dem alten Elbtunnel in Hamburg, fuhren wir zunächst durch den Maastunnel, um dann zu Fuß unter dem Fluss zurückzuwandern. Per Bus ging es ins Hafengebiet (leider nicht ganz zum Europoort) u. a. zur Holland-America-Line - heute ein Hotel, früher Startpunkt für Auswanderungen -, danach weiter ins Zentrum, wo wir aus dem Bus einen kurzen Blick auf architektonische Highlights wie die Kubus-Wohnungen werfen konnten.

Dann wurde es aber auch schon Zeit für die Fahrt zum Konzertsaal. Entgegen aller Gewohnheit erwartete uns hier ein ganz spezielles Ambiente: Eine Art überdimensioniertes „Hofcafé“ bildete den Rahmen des Jahreskonzerts von „SCALA“. Nicht zuletzt Dank eines brennenden Kamins war die Atmosphäre recht gemütlich und familiär: Da dies nicht der erste Austausch mit den Rotterdamern war, traf der ein oder andere nun auch alte Bekannte wieder.
Das Konzert hat dann mit dem B-Orchester des gastgebenden Vereins begonnen, danach drapierten wir uns auf der Bühne und konnten die Zuhörer mit unserem Programm („Donna Diana“, „Valse Roulette“ und „Music of Resurrection“) begeistern. Als Zugabe nahmen wir das Publikum mit „Von Hafen zu Hafen“ und hatten plötzlich einen wunderbaren holländischen Chor vor uns. Nach einem Duett mit Gesang und Akkordeon gab es eine Pause.

Gemeinsames Konzert Den zweiten Teil bestritt das A-Orchester, das neben „The Lord of the Dance“, „La Storia“ und „West Side Story“ mit „Boardwalk“ (Anlehnung an Minimal-Music) und dem „Tango Sentimentale“ von R. Würthner zwei Stücke im Programm hatte, die wir noch nicht kannten, die uns aber sehr beeindruckten.
Als großartigen Abschluss spielten beide Orchester unter Leitung der äußerst engagierten holländischen Dirigentin Marieke de Vries in Großbesetzung „The Final Countdown“.

Anschließend fuhren wir zurück ins Hotel zum Essen, wo wir dann noch – leider ohne das Rotterdamer Orchester – gemütlich zusammen saßen.

Am Montagmorgen hieß es um kurz nach 9.00 Uhr schon wieder Abschied nehmen vom „Tor zu Europa“, gegen 17.30 Uhr erreichten wir nach einer Fahrt durch einen kalten und grauen Tag unseren Ausgangspunkt Hagenbeckstraße. Eine sehr harmonisch verlaufende Reise war leider schon wieder vorbei.


Melanie Grüner

Hamburg, 16. November 2004
 Inhalt

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 -Konzert

 -Heimfahrt
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